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Pressemeldung vom 17.07.2003

Neues Rekordergebnis: Hahn wächst und wächst

Flughafen Frankfurt-Hahn, 17. Juli 2003. Die Verkehrszahlen am Flughafen Frank-furt-Hahn im ersten Halbjahr 2003 entsprechen vollauf den Erwartungen. Mit 1.077.681 Passagieren wurde das Halbjahresergebnis des Vorjahres um 81 Prozent übertroffen. Der Luftfrachtumschlag bis Ende Juni erreichte mit 13.576 Tonnen ein Plus von 67 Prozent. Die Zahl der Flugbewegungen stieg um neun Prozent auf 14.770.


Auf Erfolgskurs: Passage
Mit dem steigenden Flugangebot wachsen auch die Passagierzahlen weiter in die Hö-he. In diesem Jahr erwartet die Flughafengesellschaft insgesamt 2,3 Millionen Fluggäste. Damit zählt Frankfurt-Hahn zu den zehn größten Flughäfen Deutschlands – und das nach nur zehn Jahren Flugbetrieb. Erklärtes Ziel ist, Hahn zum führenden „Low-Cost-Standort“ Deutschlands zu entwickeln. Auch in punkto Beliebtheit macht der junge Airport von sich reden: In einer großangelegten Umfrage der Zeitschrift “Reise & Preise” unter 3.000 vielfliegenden Urlaubern wurde der Flughafen Frankfurt-Hahn zum drittbesten Flughafen Deutschlands gewählt. Eine herausragende Bedeutung in der Passage hat der Linienflugverkehr: 98 Prozent der Reisenden im ersten Halbjahr nutzten die Angebote von Linienfluggesellschaften, allen voran Ryanair. Siebzehn europäische Ziele fliegt die irische Niedrigpreis-Fluggesellschaft inzwischen an, einige sogar mehrmals am Tag. Der italienische No-Frills-Carrier Volareweb.com hat am 30. März den Betrieb mit täglichen Flügen nach Venedig und Brindisi aufgenommen. Insgesamt 54 Linienflüge stehen jeden Tag auf dem Flugplan. Darüber hinaus starten Charterflüge namhafter beliebter Reiseveranstalter wie TUI, Berge & Meer und FlyCar zu Urlaubszielen wie Palma de Mallorca, Varna, Bodrum und Arvidsjaur. Um dem rapiden Anstieg der Passagierzahlen gerecht zu werden, wurde in nur vier Monaten Bauzeit eine bestehende Frachthalle zum Passagierterminal umgebaut und Anfang Mai in Betrieb genommen. Modernste technische Standards wurden hierbei umgesetzt. Vorbildlich sind vor allem die sicherheitsrelevanten Einrichtungen. Eine hundertprozentige Gepäck-Kontrolle ist in Frankfurt-Hahn selbstverständlich. Die ein-gesetzte Röntgenprüftechnik ist auf höchstem Niveau. Konsequent wird auch das Serviceangebot am Flughafen Frankfurt-Hahn ausgebaut. Zahlreiche Shopping-Möglichkeiten sind nicht nur für Fluggäste interessant. Vor allem Anbieter aus der Region haben die Chance genutzt, Konzessionsflächen im Terminal zu mieten. Für rund drei Millionen Euro sind Anfang des Jahres 2003 neue Parkanlagen geschaffen worden. Insgesamt stehen den Passagieren nun rund 6.000 Parkplätze zur Verfügung. Ein Shuttlebus verbindet die Parkplätze mit dem Passagierterminal. Das Buszubringerangebot wird ständig verbessert. 72 Verbindungen auf zwölf Strecken werden zur Zeit täglich angeboten.

Im Aufwind: Cargo
Auch im Frachtbereich verzeichnet der Flughafen Frankfurt-Hahn wieder eine positive Halbjahresbilanz: Der Luftfrachtumschlag bis Ende Juni 2003 erreichte mit insgesamt 13.576 Tonnen ein Plus von 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1. Halbjahr 2002: 8.111 Tonnen). Die monatlichen Ergebnisse weisen eine konstante Steigerung auf. Im Vergleich zum Vormonat wurde im Juni beispielsweise sechs Prozent mehr Fracht ein- bzw. ausgeladen. Der Umschlag für Juni 2003 lag mit 2.211 Tonnen um 69 Prozent höher als im Juni 2002. Zusammen mit dem Luftfrachtersatzverkehr (57.886 Tonnen) ergibt sich ein Gesamtaufkommen von 71.462 Tonnen. Dies bedeutet eine zehnprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Mit diesem erfreulichen Ergebnis positioniert sich der Flughafen Frankfurt-Hahn immer mehr als idealer Frachtstützpunkt in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Wesentliche Ursache für den Erfolg ist der steigende Zuspruch der Cargogesellschaf-ten im Charter- und Linienflugsegment. In diesem Halbjahr wurden allein 25 Charter-flüge mit einer Antonov 124 durchgeführt. Highlight war die Abfertigung der Antonov 225, dem größten Frachtflugzeug der Welt, die im Juni zum zweiten Mal auf dem Hahn landete. Die Antonov 225, die einzige ihrer Art, war bereits am 8. Dezember 2002 zu Gast. Namhafte Linienfrachtgesellschaften wie Aeroflot, Iran Air und Egypt Air bauen seit Jahren auf den Hahn und erweitern teilweise ihr Flugangebot. Aeroflot Cargo, Russlands größte Luftfrachtgesellschaft, baute im Oktober 2002 den Flughafen Frankfurt-Hahn zum Europa-Hub aus. Egypt Air fliegt ganz aktuell nun zweimal die Woche zum Flughafen Frankfurt-Hahn. Zu den Frachtgütern zählen unter anderem sogenannte „Perishabels“, d.h. verderbliche Ware wie z.B. Obst und Gemüse sowie Textilien und technische Geräte. Air France Cargo betreibt seit 1997 ein Luftfracht-Umschlagszentrum am Flughafen Frankfurt-Hahn. Mit dieser Einrichtung verfügt Europas größter Frachtcarrier über eine leistungsfähige Logistikplattform zwischen Deutschland und dem interkontinentalen Luftfrachthub der Gesellschaft in Paris. Selbst in konjunkturbedingt schwachen Zeiten ist es Air France gelungen, die Höhe des Luftfrachtumschlags von rund 120.000 Ton-nen jährlich am Flughafen Frankfurt-Hahn beizuhalten.

ACL – Kompetenter und zuverlässiger Luftfrachtabfertigungspartner
Für den reibungslosen Ablauf der Frachtabfertigung auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn sorgt die 1999 gegründete ACL – Advanced Cargo Logistic GmbH. Das Betriebskonzept des alleinigen Luftfrachtabfertigungsunternehmens am Standort setzt im Gegensatz zu anderen Abfertigungsunternehmen verstärkt auf modernste Technologien. Der Einsatz von neutraler und kompatibler Software für die Dokumentation der Ware ist ebenso wichtig wie die digital-gesteuerte physische Abfertigung der Fracht. Damit bie-tet ACL eine umfassende, logistische Produktpalette vom Vorfeld zur Straße – oder umgekehrt – an. Im März 2001 eröffnete das Unternehmen das Luftfracht Logistik Zentrum direkt am Vorfeld und gilt als eines der modernsten Luftfrachtabfertigungszentren in Europa.

Aufschwung schafft Arbeitsplätze
Zusammen mit dem Anstieg der Verkehrszahlen streben auch die Beschäftigtenzahlen in die Höhe. 2043 Arbeitsplätze wurden in der jüngsten Befragung im Mai am Standort gezählt. Das sind 88 mehr als im Februar diesen Jahres. Im Juni 2002 waren es noch 1761 – das entspricht einer Steigerung von 16 Prozent. Erstmalig wurde in dieser Zäh-lung auch der Anteil der Frauen und Männer erfasst. Bei rund 40 Prozent der Beschäftigten handelt es sich um Frauen. 273 der Arbeitnehmer sind direkt bei der Flughafengesellschaft angestellt.

Nach zehn Jahren Flugbetrieb liegt der Flughafen Frankfurt-Hahn auf Platz zehn in der Rangliste der 37 deutschen Verkehrsflughäfen. Frankfurt-Hahn versteht sich als erster und einziger Flughafen in Deutschland als „Low-Cost-Flughafen“ und setzt dieses Prinzip konsequent fort. 1999 startete die Niedrigpreisfluggesellschaft Ryanair als erster Low-Cost-Carrier in Deutschland mit Flügen nach London. Im Jahr 2002 richtete die irische Airline eine Basis in Frankfurt-Hahn ein und fliegt heute täglich 16 Ziele an. Am 30. März 2003 ging Volareweb.com als zweite Niedrigpreis-Airline an den Start. Im Geschäftsbereich Cargo zählt die ehemalige amerikanische Militärbasis im Hunsrück mit idealem Anschluss an das Rhein-Main- und Rhein-Ruhr-Gebiet zu den vier größten Flughäfen Deutschlands und rangiert weltweit aus Platz 96. 2043 Arbeitsplätze wurden am Standort geschaffen, 273 davon bei der Flughafengesellschaft. Seit Januar 1998 ist der Flughafenbetreiber Fraport AG als Mehrheitseigner an der Flughafen-gesellschaft beteiligt. Heute hält die Fraport AG 73,07 Prozent an der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, das Land Rheinland-Pfalz 26,93 Prozent der Anteile.

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