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Pressemeldung vom 09.04.2003

Fluggesellschaftsverband fordert höhere Flughafenentgelte

Flughafen Frankfurt-Hahn, 9. April 2003. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Luftfahrt-Unternehmen (ADL) hat in einer Eingabe an die EU-Kommission höhere Flughafen-Entgelte von der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH gefordert. Die Begründung für diese seltsam anmutende Forderung lautet, die in Hahn gemäß der rechtswirksamen Entgeltordnung zu zahlenden Entgelte machten nur einen Bruchteil der Entgelte an anderen deutschen Flughäfen aus.


Die für den Flughafen Frankfurt-Hahn gültige Entgeltordnung wurde von der zuständigen Landesluftfahrtbehörde (Landesamt für Verkehrswesen Rheinland Pfalz – Referat Luftverkehr -) mit Schreiben vom 16. Oktober 2001 genehmigt. Sie ist auf der Homepage der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH www.hahn-airport.de veröffentlicht und für jeden zugänglich. Diese Entgeltordnung gilt für alle Fluggesellschaften, die den Flughafen Frankfurt-Hahn anfliegen, gleichermaßen. „Das ist das erste Mal in der Geschichte der Luftfahrt, dass sich Fluggesellschaften über zu niedrige Preise beschweren“, kommentiert Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, die Beschwerde der ADL. „Wenn die zu niedrigen Preise jedoch ein Hinderungsgrund für die Gesell-schaften der ADL darstellten, ab Hahn zu fliegen, könnten wir gerne über eine Preiserhöhung verhandeln. Wir gehen aber davon aus, dass in einem solchen Fall die bestehenden Preise dann plötzlich doch zu hoch wären.“ Tatsächlich haben entgegen der Behauptung der ADL mehrere ihrer Mitgliedsunternehmen den Flughafen Frankfurt-Hahn regelmäßig angeflogen. Von ihnen hat sich noch niemand über zu niedrige Entgelte beschwert. Die ADL hat die Tatsache, dass die Entgeltordnung Frankfurt-Hahn niedrigere Entgelte vorsieht als an anderen deutschen Flughäfen üblich, zum Anlass ge-nommen, Subventionen zugunsten der Ryanair, die den größten Anteil am Pas-sagierverkehr in Hahn hat, zu unterstellen. Hierzu Jörg Schumacher: „Wir subventionieren Ryanair in keiner Weise. Die Preise gelten für alle Fluggesellschaf-ten gleich. Die ADL macht uns zum Vorwurf, dass wir bestrebt sind, kostengünstig zu arbeiten und diese niedrigen Kosten an unsere Kunden weiterzugeben. Dabei übersieht die ADL, dass die Entgeltordnung der Kostenstruktur am Flughafen Frankfurt-Hahn entspricht. Wenn wir ein Passagierterminal für zehn Millionen Euro bauen und andere deutsche Regionalflughäfen wie bei-spielsweise Köln oder Dresden, teilweise mit massiver Förderung der öffentlichen Hand, für vergleichbare Terminalkapazitäten 250 bis 500 Millionen Euro ausgeben, lässt sich leicht nachvollziehen, wie es zu der unterschiedlichen Preisstruktur kommt. Unsere Entgeltordnung ist im Interesse der Fluggesell-schaften und letztlich der Passagiere. Wenn die ADL sich tatsächlich für die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen einsetzen würde, müsste sie sich auch an anderen Regionalflughäfen für niedrigere Kosten und Entgelte einsetzen.“

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