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Pressemeldung vom 04.04.2012

Nach dem Leipziger Urteil: Hahn als Alternative

Das Oberverwaltungsgericht in Leipzig hat das Nachtflugverbot für Frankfurt bestätigt. Nun rückt der Flughafen Frankfurt-Hahn in den Blickpunkt: Der rund 115 Kilometer von Frankfurt/Main entfernte Flughafen verfügt über eine uneingeschränkte Betriebsgenehmigung und bietet freie Kapazitäten sowohl für Passagier- wie auch für Frachtflüge – am Tag und in der Nacht. Neue Wege der Kooperation sind denkbar.


„Die Entscheidung in Leipzig fiel aus wie erwartet“, kommentiert Jörg Schumacher, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, das Urteil des Oberverwal-tungsgerichtes in Leipzig. „Viele Fluggesellschaften in Frankfurt sind jetzt in der Situation, dass sie neue Lösungen finden und alternative Modelle entwickeln müssen. Wir bekräftigen daher unser Angebot, Frankfurt zu entlasten und Verkehre zu übernehmen. Gemeinsam sollte es möglich sein, für alle Beteiligten tragbare und nachhaltige Lösungen zu finden“.

Schon jetzt verknüpfen Fluggesellschaften - wie beispielsweise Aeroflot und Etihad Crystal Cargo - die Infrastruktur der benachbarten Standorte miteinander: So hat die Aeroflot-Fracht seit zehn Jahren ihren Hub am Hahn, Passagierflüge hingegen werden über Frankfurt/Main abgewickelt. Etihad nutzt für die Fracht seit 2007 die kurzen Wege am Hahn und befördert die Passagiere über Frankfurt/Main. „Diese Beispiele zeigen, dass sich beide Flughäfen sinnvoll ergänzen und ein Zusammenspiel möglich ist“, betont der Hahn-Geschäftsführer.

Innerhalb von fast zwanzig Jahren hat sich der Flughafen Frankfurt-Hahn zu einem be-deutenden Luftverkehrstandort entwickelt. Hahn ist der zehntgrößte Passagier- und der fünfttgrößte Frachtflughafen in Deutschland. Insgesamt wurden durch die Flughafenge-sellschaft, Fluggesellschaften und private nvestoren rund 200 Millionen Euro in die Infrastruktur des Flughafens investiert. Die vierspurige Anbindung an das deutsche Autobahnnetz wurde im vergangenen Jahr fertig gestellt. Die Fahrtzeit nach Frankfurt hat sich dadurch erheblich verkürzt.

Noch gibt es freie Kapazitäten. Fertige Pläne für eine Erweiterung liegen jedoch bereits in der Schublade: Mit einem entsprechenden Ausbau besteht die Möglichkeit, das Ge-samtgeschäft am Hahn mittelfristig zu vervierfachen. Dabei kann sich der Hahn auf eine breite Unterstützung verlassen: Sowohl die Bevölkerung wie auch die rheinland-pfälzische Landesregierung genauso wie die Opposition im Landtag stehen hinter den nachhaltigen Expansionsplänen für Frankfurt-Hahn.

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