Abflüge Ankünfte Parken Routenplaner

Presse Archiv

Pressemeldung vom 13.07.2004

Frankfurt-Hahn weiter auf Wachstumskurs

Flughafen Frankfurt-Hahn, 13. Juli 2004 – Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH berichtete bei der heutigen Pressekonferenz ihre Erfolgszahlen für das erste Halbjahr 2004: Mit 1,3 Millionen Passagiere übertraf der erste deutsche Low-Cost-Airport das Vorjahresergebnis um 21 Prozent. Im Frachtbereich wurden beim Eigenaufkommen mit über 28.000 Tonnen 108 Prozent mehr umgeschlagen als im Vorjahr. Mit einem Plus von 37 Prozent wuchs der Umsatz deutlich schneller als das Verkehrsaufkommen auf knapp 14 Millionen Euro Der Non-Aviation-Bereich verzeichnete bei den Umsatzzahlen die kräftigste Steigerungsrate: Etwa 99 Prozent Wachstum wurden bei Infrastrukturentgelten, Mieten und Parkierung erzielt. Der operative Verlust (EBITDA) sank von 5,4 auf drei Millionen Euro und konnte damit fast halbiert werden. „Wir sind damit auf gutem Weg zu unserem Ziel, spätestens im Jahre 2006 beim EBITDA und 2008 beim Gesamtergebnis die Gewinnzone zu erreichen“, so Geschäftsführer Andreas Helfer.


Verkehrsentwicklung Passage und Fracht
„Den Weg des Billigpreis-Trends im deutschen Luftverkehrsmarkt haben wir mit Ryanair im Jahre 1999 geebnet“, ergänzt Jörg Schumacher. Zählte der Hunsrücker Flughafen damals lediglich 140.000 Passagiere, sind die Zahlen in 2002 über die Millionengrenze und in 2003 über die Zweimillionenmarke hinausgeschnellt. Und das schnelle Wachstum hält an: „Im ersten Halbjahr 2004 starteten und landeten über 1,3 Millionen Passagiere in Frankfurt-Hahn – etwa so viel wie im gesamten Jahr 2002“, vergleicht Schumacher. Damit steht Frankfurt-Hahn mittlerweile auf Platz zehn der deutschen Verkehrsflughäfen. Für 2004 rechnet der Flughafen mit drei Millionen Passagieren. Noch schneller war das Wachstum im Cargo-Bereich: Insgesamt wurden in diesem Halbjahr über 90.000 Tonnen inklusive Straßenersatzverkehr umgeschlagen – 27 Prozent mehr als im Vorjahr (Halbjahr 2003: 71.463 Tonnen). Bei der geflogenen Fracht mit über 28.000 Tonnen ist sogar eine Steigerung um 108 Prozent zu verzeichnen (Halbjahr 2003: 13.576 Tonnen). Mit diesem erfreulichen Ergebnis positioniert sich der Flughafen Frankfurt-Hahn weiter als idealer Frachtstützpunkt in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Die Prognose für 2004 lautet 180.000 Tonnen Frachtumschlag inklusive Trucking. Deutschlandweit hält Frankfurt-Hahn stabil seine Frachtposition auf Rang vier, europaweit ist dieser mittlerweile auf Position 20 und weltweit sogar auf Platz 91. Wesentliche Ursache für den Erfolg ist der stetige Zuspruch namhafter Cargogesellschaften im Linien- und Charterflugsegment, wie z.B. Air France, Aeroflot, Iran Air, Egypt Air, Royal Jordanian, Air Armenia und MNG Airlines.

Wirtschaftliche Entwicklung und Prognose
Die wirtschaftliche Entwicklung von Frankfurt-Hahn verläuft insgesamt positiv. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr überproportional um 37 Prozent auf etwa 14 Millionen Euro (2003: 10 Mio. €), der Verlust (EBITDA) in Höhe von drei Millionen Euro konnte im Halbjahresvergleich um 45 Prozent reduziert werden (2003: -5,4 Mio. €). Die kräftigste Steigerungsrate verzeichnete der Non-Aviation-Bereich mit circa 99 Prozent auf etwa vier Millionen Euro (2003: 2 Mio. €). Die Stückkosten: sind stark rückläufig mit 14,71 € gegenüber 19,97 € in 2003. Die Produktivität gemessen am Umsatz pro Mitarbeiter steigt gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent auf 52 T€. Pro Mitarbeiter wurden in 2003 über 10.500 Verkehrseinheiten (eine Verkehrseinheit = ein Passagier oder 100 Kilogramm Luftfracht) gezählt – in 2004 werden etwa 13.200 Verkehrseinheiten erwartet. Der Sach- und Personalaufwand stieg mit etwa zehn Prozent deutlich langsamer als Umsatz und Verkehr.

„Wir werden 2006 erstmals operativ schwarze Zahlen schreiben und zwei Jahre später Gewinn machen“, berichtet Helfer. Neben den Linienfluggesellschaften Ryanair, Volareweb und Air Polonia und dem zweiten Standbein Cargo setze der Flughafen im Hunsrück verstärkt auf den Non-Aviation-Bereich. Dazu gehören unter anderem die Mieteinnahmen durch die Konzessionäre in den beiden Terminals sowie die Parkgebühren der nun über 9.600 vorhandenen Parkplätze. Noch in diesem Jahr wird der Non-Aviation-Bereich ausgebaut: Die beiden bestehenden Terminals werden verbunden und mit neuen Geschäften und Lokalen versehen. Weitere Parkplätze und ein neues Hotel direkt vor den Terminals werden noch in diesem Jahr entstehen.

Die geplante Erweiterung der Start- und Landebahn von derzeit 3.045 Metern auf 3.800 Meter, um vor allem Langstrecken-Frachtverkehr in den Hahn zu ziehen und bestehende Kunden zu halten, bezeichnete Schumacher als zur Zeit wichtigstes Projekt der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. „Wir rechnen noch in diesem Jahr mit einer Entscheidung der Behörde“, ergänzt Jörg Schumacher.

4.799 Zeichen / 78 Zeilen

Anlagen zu diesem Artikel

Kurzversion