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Pressemeldung vom 18.11.2002

Arbeitsplätze für die Region

Der Weg der rheinland-pfälzischen Landesregierung, gemeinsam mit der Fraport AG den ehemaligen Luftwaffenstützpunkt Hahn zu einem florierenden Wirtschaftsstandort auszubauen um Arbeitsplätze in einer ansonsten strukturschwachen Region zu schaffen, zeigt außerordentlichen Erfolg. Während andernorts Arbeitsplätze abgebaut werden, entwickelt sich der Flughafen Frankfurt-Hahn immer mehr zum Beschäftigungsmotor für die Region. Dies zeigt eine Untersuchung des Instituts A & O Arbeitsmarkt- und Organisationsberatung Gettmann, deren Ergebnisse heute im Beisein von Arbeitsministerin Malu Dreyer und Arbeitsamtsdirektorin Dr. Voelkel präsentiert wurden.


Insgesamt 1819 Beschäftigte wurden im September 2002 in einer Unternehmensbefragung am Standort ermittelt, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt soviel wie im Jahr 1998. Vorwiegend Menschen aus der näheren Umgebung des Flughafens profitieren von dieser Entwicklung. 77 Prozent aller Beschäftigten kommen aus einer Entfernung bis zu 30 Minuten Fahrzeit. 61 Prozent wohnen im Rhein-Hunsrück-Kreis, 11 Prozent im Landkreis Birkenfeld und je acht Prozent in den Landkreisen Cochem-Zell und Bernkastel-Wittlich.

Die Tätigkeiten und entsprechend die Anforderungen sind vielfältig. Eine der größten Berufsgruppen im Kernbereich des Flughafens sind die Fracht- und Gepäckabfertiger, gefolgt von Sicherheitskräften, Flugbegleitern und Check-In-Personal. Durch das starke Wachstum in der Passage entstehen neue Dienstleistungen und Tätigkeiten rund um den Flughafen, insbesondere in Handel, Gastronomie und Autovermietung. Auch unabhängig vom Flugbetrieb siedelten sich Unternehmen an, die interessante und qualifizierte Arbeitsplätze als Call-Center Agent, EDV-Fachkraft oder Speditionskaufmann bieten, um nur einige zu nennen. Die Stimmung der Unternehmen am Flughafen Frankfurt-Hahn ist gut. Weitere Einstellungen sind bereits geplant, wie auch die Erweiterung des Ausbildungsangebotes. Bis Ende 2004 prognostiziert die Untersuchung insgesamt 2500 Arbeitsplätze am Standort. Ein stärkeres Wachstum wird vor allem in den Bereichen Fracht- und Gepäckabfertigung, Flugbegleiter, Check-In-Personal, Piloten, Frachtdokumentation, Rettungshelfer, Servicekräfte, Call-Center sowie Bürofachkräfte erwartet.

Sieht man von wenigen Einzelfällen ab, ist die qualifizierte Besetzung von Stellen durch Personen aus der Umgebung des Flughafens problemlos möglich. Für die Personalrekrutierung können die Unternehmen auf ein breites und quali-fiziertes Arbeitskräftepotenzial zurückgreifen. Beim Jobcenter Hahn, einer gemeinschaftlichen Initiative des Arbeitsamtes, des Rhein-Hunsrück-Kreises und der Flughafengesellschaft, haben sich über 4000 Personen gemeldet, die eine Beschäftigung am Standort suchen. 2480 dieser Personen leben in der näheren Umgebung, das heißt bis zu einer halben Autostunde vom Flughafen Frankfurt-Hahn entfernt. Die Tätigkeitswünsche passen sehr gut auf den zukünftigen Personalbedarf.

Das Institut A & O Arbeitsmarkt und Organisationsberatung Gettmann bietet Unternehmen am Standort Flughafen Frankfurt-Hahn mit einem Arbeitsmarkt-Informationssystem (AIS) Entscheidungshilfen bei der Personaldisposition. Dieses Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit und der Flughafengesellschaft. Es dokumentiert die laufende Beschäftigungsentwicklung und schätzt den zukünftigen Personal- und Qualifizierungsbedarf ab. Darüber hinaus bereitet das AIS detaillierte Informationen über das regionale Arbeitskräftepotenzial auf.

Ergänzend bietet das Jobcenter Hahn die konkrete Vermittlung von passgenauen Arbeitskräften, Beratung bei der Personalauswahl und der Arbeits-platzgestaltung. Durch die Nähe zu den Unternehmen kann sehr genau auf die Bedürfnisse eingegangen und die Qualifizierung von Arbeitskräften geplant werden. Mit diesen beiden Partnern ist die Flughafengesellschaft wegweisend im Standortmarketing in Bezug auf den Personalbereich.

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