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Pressemeldung vom 24.01.2001

Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Flughafen

Rheinland Pfälzischer Ministerpräsident Kurt Beck lädt in den Hunsrück ein – Hahn Airport, der Senkrechtstarter unter den Flughäfen – Wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region – Weiterer Ausbau geplant


Im Rahmen seiner mehrtägigen Visite in Rheinland-Pfalz stattet Bundeskanzler Gerhard Schröder dem Flughafen Hahn im Hunsrück einen Besuch ab und informiert sich persönlich über das bedeutendste Konversionsprojekt des Landes.

Begleitet wird er auf seiner Informationsreise von Kurt Beck, dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz. Zusammen mit hochrangigen Vertretern der Flughafen Frankfurt/Main AG - dem Vorstandsvorsitzen- den Dr. Wilhelm Bender sowie dem Stellvertretenden Vorstands- vorsitzenden Dr. Manfred Schölch - sowie mit den Geschäftsführern der Flughafen Hahn GmbH - Jörg Berres, Andreas Helfer und Jörg Schumacher - informiert sich Gerhard Schröder ausführlich über die Nutzung und Entwicklung des Geländes, das im Jahr 1993 von der U.S. Air Force im Zuge des Abbaus amerikanischer Truppen in Deutschland an das Land zurückgegeben wurde. Nach einer ausführlichen Präsentation und Besichtigung kann sich Gerhard Schröder bei einem kleinen Imbiss von der Qualität und Vielfalt der regionalen Küche überzeugen. Seit dem Beginn der zivilen Nutzung im Jahr 1993 hat der Flughafen Hahn im Hunsrück, rund 100 Kilometer von Frankfurt entfernt, eine dynamische Entwicklung genommen. Der junge Airport erweist sich immer mehr als Erfolgsstory. Im Frachtumschlag zählt Hahn bereits zu den vier größten Flughäfen Deutschlands. Weltweit rangiert er auf Platz 78. Namhafte Fluggesellschaften betreiben moderne Frachtumschlagszentren und führen regelmäßig Linien- und Charterverkehre durch. So konzentriert beispielsweise der stark expandierende Frachtcarrier Malaysia Airlines, eine der größten Fluggesellschaften Asiens, ihr Europa-Frachtgeschäft in Hahn. Der Flughafen ist damit einer von vier weltweiten Hubs der Airline. Für den Frachtumschlag stehen bereits jetzt 130.000 Quadratmeter auf dem Vorfeld zur Verfügung. Der Ausbau weiterer Kapazitäten ist bereits beschlossen.

Aber auch das Passagiergeschäft boomt. Im Jahr 2000 konnte die Flughafengesellschaft über 380.000 Fluggäste verzeichnen, das sind rund 170 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI hat bereits seit 1993 Reisen ab Hahn im Programm. Seit 1999 bietet die Fluggesellschaft Ryanair Linienflüge zu niedrigen Preisen. Hahn dient als Gateway unter anderem nach Irland, England, Spanien, Schottland und Schweden.

Für das Jahr 2001 rechnet die Flughafen Hahn GmbH mit 600.000 Passagieren, 115.000 Tonnen reiner Luftfracht und 285.000 Tonnen Luftfracht inklusive Luftfrachtersatzverkehr. Für die nächste Zukunft sind derzeit folgende Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von circa 25 Millionen Mark geplant:

· Passagierterminal-Erweiterung von 3.000 qm auf 6.600 qm, Baubeginn im März 2001, geplante Fertigstellung im September 2001, mit 16 Check-In Countern, 4 Abflug-Gates, 2 Kofferbändern, Restaurant mit Besucherterrasse, Autovermietungen, Reisebüros, Bankautomaten, Zeitschriften-Shop, Post, Toto-Lotto, Reisebedarf, Geschenkartikel und Friseur.

· Bau neuer Vorfeldflächen und Flugzeugpositionen und Anlegen neuer Parkplätze.

Ideale Standortbedingungen, eine 24-Stunden-Genehmigung für den Flugbetrieb sowie eine Ausstattung auf dem neuesten Stand der Technik haben ihren Teil zur erfolgreichen Bilanz des Flughafens beigetragen. Hahn liegt geographisch zentral zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Köln-Bonn. Die erforderliche Verkehrsinfrastruktur wird mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz ständig verbessert. Der vierspurige Ausbau der B 50 und damit der Anschluss an das Autobahnnetz wird zügig voran getrieben. Die Schaffung einer Schienenanbindung ist für eine weitere Entwicklung des Flughafens Hahn ebenso von entscheidender Bedeutung und wird innerhalb kürzester Zeit mit gleicher Priorität umgesetzt.

Konsequent wird auch das Serviceangebot am Flughafen Hahn ausgebaut. Eine breite Auswahl an Hotels und Restaurants erwartet die Passagiere und sogar kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung. Darüber hinaus kann der Airport mit einer Infrastruktur aufwarten, die unter anderem EDV-Schulungszentren und Räumlichkeiten für Tagungen mit bis zu 400 Teilnehmern anbietet sowie über vielfältige Sportmöglichkeiten von der Kartbahn bis zum Golfplatz verfügt.

Von der rasanten Entwicklung rund um den Flughafen Hahn profitiert die gesamte Region. Bis Ende des Jahres 2000 wurden am Airport bereits 1.650 Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus wird die heimische Wirtschaft bei der Vergabe von Aufträgen bevorzugt eingebunden.

Im Januar 1998 hat die Flughafen Frankfurt Main AG (FRAPORT) eine Mehrheitsbeteiligung an der Flughafen Hahn GmbH übernommen. Im August 1999 entschied sie, sich noch stärker am Standort zu engagieren und übernahm auch die Mehrheitsbeteiligung an der Besitzergesellschaft. Somit hält die FAG 74,9 Prozent der Anteile, das Land Rheinland-Pfalz eine Sperrminorität von 25,1 Prozent der Anteile an beiden Gesellschaften. Ziel des Engagements der FAG ist vor allem, neue Verkehre zu entwickeln, die Abwanderung von Verkehren ins benachbarte Ausland zu verhindern sowie solche Verkehre aufzunehmen, die nicht notwendigerweise in Frankfurt abgefertigt werden müssen. Aufgrund der positiven Entwicklung wird verstärkt auch die Möglichkeit der Entlastung Frankfurts durch Hahn diskutiert.

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