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Pressemeldung vom 22.03.2010

Flughafen Frankfurt-Hahn investiert Millionen in den Schutz der Wasserqualität

Anlässlich des Weltwassertages am 22. März präsentiert sich der Flughafen Frankfurt-Hahn mit dem Thema „Unser Engagement für eine intakte Umwelt“ auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz. Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH setzt sich schon seit langem für einen vorbeugenden Schutz der Wasserqualität ein. Zehn Millionen Euro wurden dafür in den vergangenen Jahren in die Verringerung der Emission von gewässerbelastenden Substanzen investiert.


In Zusammenarbeit mit der wasserwirtschaftlichen Fachbehörde der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) hat der Hahn einen bedeutenden Beitrag für den Erhalt der Oberflächengewässer und des Grundwassers in der Umgebung rund um den Flughafen geleistet. Gemeinsam wurden viele wegweisende Projekte zur Vermeidung und Verminderung der Gewässerbelastung sowie für einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser umgesetzt.

Besonders hervorzuheben ist hier die Verringerung der Gewässerbelastungen durch die Einrichtung von Trenn- und Speicheranlagen für Enteisungsabwasser mit einem Investitionsvolumen von insgesamt vier Millionen Euro. Durch die Trennanlagen wird das Abwasser in stark und gering belastetes aufgeteilt. Das stark belastete Enteisungsabwasser wird in Becken sowie großen Tanks zwischengespeichert und Kläranlagen zugeführt. Das gering mit Enteisungsmitteln belastete Wasser kann gewässerverträglich in die umliegenden Gewässer geleitet werden. In diesem Zusammenhang stellte der Hahn-Airport auch auf neue und deutlich umweltschonendere Enteisungsmittel um. Durch diese Maßnahmen konnte die auf Enteisungsflächen bezogene Gewässerbelastung (Chemischer Sauerstoffbedarf pro Hektar) in den letzten zehn Jahren (1999 bis 2009) von 8,13 kg CSB/ha auf 0,34 kg CSB/ha reduziert werden. Das entspricht einem Rückgang von 96 Prozent!

Darüber hinaus hat sich der Flughafen an der Finanzierung der neuen Kläranlage Kyrbachtal der Verbandsgemeinde Kirchberg mit circa vier Millionen Euro beteiligt. Zusätzlich wurde eine neue Druckleitung für das Enteisungsabwasser mit einem Kostenauf-wand in Höhe von 1,8 Millionen Euro gebaut. Mittlerweile ist der Flughafen Frankfurt-Hahn an die neue Kläranlage angeschlossen und verringert dadurch die Anzahl an Tankwagenfahrten drastisch.

Die Quellbereiche der Bäche Waschbach und Wackenbach wurden lange vernachlässigt. Jetzt wurden nichtheimische Waldbestände gerodet und durch standorttypische Auenwaldbepflanzung ersetzt. Hierdurch wird das Kleinklima verbessert, was sich vor allem im Sommer durch eine bessere Beschattung bemerkbar macht, den Temperaturanstieg in den Quellbereichen mildert und nachhaltig vor Bodenerosionen schützt.

Bei neu angelegten Parkplätzen auf dem Flughafengelände wurde zwischen den Parkreihen ein Rückhalte- und Versickerungssystem für Regenwasser eingebaut. Hierdurch kann das weitgehend unbelastete Regenwasser vor Ort über die Bodenzone gefiltert wieder dem Grundwasser zugeführt werden. Zusätzlich verringert das System den Oberflächenabfluss und so die Gefahr von Überflutungen.

Auch scheinbar kleine Maßnahmen führen zu großem Erfolg: Durch den Einsatz von wasserlosen Urinalen im Terminal werden pro Jahr etwa drei Millionen Liter Trinkwasser eingespart. Seit 2004 hat der Flughafen Frankfurt-Hahn ein innovatives Trinkwasseraufbereitungssystem für Flugzeuge in Betrieb, welches ohne den Einsatz von Chemikalien eine hohe Trinkwasserqualität in Flugzeugen und Wassertankwagen sicherstellt. Die Anlage wurde 2004 mit dem Bundesinnovationspreis ausgezeichnet.

Durch diese Maßnahmen wird ein aktiver Beitrag für die Wasserqualität der Hunsrück-Quellbäche geleistet. Weniger Nährstoffe und ausreichend Sauerstoff verbessern die Selbstreinigungskraft der Gewässer und bieten Fischen sowie Klein- und Kleinstlebewesen bessere Lebensbedingungen, so dass selbst empfindliche Fischarten erhalten bleiben. Hiermit trägt der Flughafen seinen Teil dazu bei, dass auch künftigen Generationen ein Leben in einer intakten Umwelt auf dem Hunsrück sowie an Mosel und Nahe möglich ist.

Die UNO hat den Weltwassertag im Jahr 1992 eingeführt, um darauf aufmerksam zu machen, dass es für eine dauerhaft gesunde Umwelt notwendig ist, nicht nur auf eine ausreichende Menge, sondern auch auf die Qualität des Wassers zu achten. In diesem Jahr findet der Tag am 22. März unter dem Motto „Sauberes Wasser für eine gesunde Welt” statt und beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Wasserqualität, Ökosystemen und der menschlichen Gesundheit. Er soll die Menschen dazu ermutigen, sich aktiv für den Schutz der Wasserqualität einzusetzen.

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