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Pressemeldung vom 30.11.2006

Fast 2.900 Arbeitsplätze auf dem Flughafen entstanden

Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist aus Sicht der rheinland-pfälzischen Landesregierung ein bedeutender Jobmotor für die Region. „Mit 112 Unternehmen und 2.891 Arbeitsplätzen ist ein neuer Rekord zu verzeichnen“, teilten Arbeitsministerin Malu Dreyer und Wirtschaftsminister Hendrik Hering bei der Vorstellung des neuen Standortprofils für 2006 mit. Besonders bemerkenswert sei, dass allein zwischen September 2005 und September 2006 knapp 500 neue Arbeitsplätze entstanden seien. Nach einer Konsolidierungsphase in den Jahren 2004 und 2005, in denen die Beschäftigung nur geringfügig gewachsen sei, weise der Standort im laufenden Jahr einen enormen Wachstumssprung bei den Beschäftigungszahlen auf, berichtete auch Jörg Schumacher, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH.


Minister Hering betonte, in der Studie hätten die befragten Unternehmen als Ansiedlungs- und Erweiterungsgrund vor allem die hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten und Wachstumschancen des Standorts hervorgehoben. Erst vor wenigen Tagen habe im Gerichtsverfahren um die Verlängerung der Start- und Landebahn auf dem Verhandlungsweg eine Lösung erreicht werden können. „Es bestehen gute Aussichten, dass der Flughafen Frankfurt-Hahn seine Position als einer der führenden Low-Cost-Flughäfen in Europa ausbauen wird.“ Die Arbeitsplätze am Flughafen seien neu entstanden, nicht nur verlagert worden. 80 Prozent der Firmen seien Neugründungen oder Niederlassungen, nur 10 Prozent der Betriebe hätten ihren Standort gänzlich zum Flughafen verlagert. Mit diesen Unternehmen seien nur knapp 90 Arbeitsplätze verlagert worden.

Für Arbeitsministerin Malu Dreyer ist die Entwicklung am Standort Hahn das Ergebnis eines erfolgreichen Zusammenwirkens von Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. „Die Arbeitsplatzentwicklung auf dem Hahn zeigt, dass Beschäftigungsaufbau möglich ist, wenn es eine zukunftsorientierte Konzeption gibt und alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, sagte die Ministerin. Das Land habe in der Vergangenheit mit zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Projekten und Maßnahmen die Entwicklung unterstützt, „eine Investition, die sich gelohnt hat, wie die Zahlen zeigen“, so Malu Dreyer. Um dies weiter zu unterstützen, habe das Land einen von vier im ganzen Land modellhaft eingesetzten Beschäftigungsentwicklern am Hahn eingesetzt. Er ist Ansprechpartner für Betriebe und soll mit ihnen gemeinsam bislang ungenutzte Arbeitsplatzpotentiale aktivieren. Er unterstützt Betriebe auch bei der Suche nach passenden Arbeitskräften.

Aus Sicht von Jörg Schumacher zeigt die Untersuchung eine starke Prägung des Standortes durch den Flughafenbetrieb. „Drei Viertel der Unternehmen stammen aus dem flugaffinen Bereich. Es gibt nur noch relativ wenige Betriebe, die flughafenunabhängig am Standort tätig sind. Auch der größte Teil der Arbeitsplätze steht in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Flugbetrieb.“ Außerdem finde in diesem Bereich das größte Wachstum statt: Die meisten Neueinstellungen im vergangenen Jahr habe es bei den Flugzeug-, Gepäck- und Frachtabfertigern sowie beim Check-In gegeben. Und die Aussichten seien weiterhin gut: Zwei Drittel der Firmen erwarteten zukünftig eine Verbesserung der Geschäftslage und 50 Prozent einen weiteren Zuwachs an Personal. Dies sei vor allem auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Flughafens zurückzuführen.

Das Standortprofil wurde im Auftrag der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH von der Arbeitsmarkt- und Organisationsberatung Gettmann erstellt. Es erfasst neben dem momentanen Arbeitsplatzangebot der Unternehmen auch weitere Aspekte wie die Bewertung der Standortfaktoren, Zukunftserwartungen, detaillierte Angaben über die verschiedenen Tätigkeiten in den Unternehmen, Neueinstellungen und den konkreten Arbeitskräftebedarf.

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