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Pressemeldung vom 18.07.2005

Immer mehr Incoming- und Geschäftsreisende

Frankfurt/Hahn-Flughafen, 18. Juli 2005. Der Anteil sowohl der Incoming-Touristen wie auch der Geschäftsreisenden am Flughafen Frankfurt-Hahn ist deutlich angestiegen. Dies zeigt die jüngste Umfra-ge des IFAK Instituts aus Taunusstein, die im Rahmen einer Dauer-Passagierbefragung im Februar und Mai 2005 durchgeführt wurde. Zudem kristallisieren sich unter den preisbewussten Privatreisenden vier Reisetypen heraus, die Deutschlands ersten und einzig wahren Low-Cost-Flughafen nutzen.


Incoming-Touristen
Die vereinten Anstrengungen der rheinland-pfälzischen Tourismusbüros und der Flughafengesellschaft zeigen erste Resultate: Der Flughafen Frankfurt-Hahn als Reiseziel gewinnt an Bekanntheit und Attraktivität. 21 Prozent der Fluggäste reisen ein, sind also so genannte Incoming-Passagiere. Bei einem Passagieraufkommen von 1,474.177 im ersten Halbjahr 2005 entspricht dies in absoluten Zahlen über 150.000 Gäste, die die Region um Hahn besuchen. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr (16 Prozent). Im Vergleichszeitraum des Jahres 2003 waren es sogar nur zwölf Prozent. Bei der Dauer der Reise gaben die meisten Befragten einen Aufenthalt zwischen drei und zehn Tagen an, im Durchschnitt sechs Tage. 51 Prozent der Gäste übernachteten im Vergleich zum Vorjahresergebnis dabei häufiger in Hotels und Pensionen – in 2004 waren es nur 42%. Bei Freunden, Bekannten und Verwandten blieb der Wert mit 46 Prozent etwa gleich.

Geschäftsreisende
Auch der Anteil der Geschäftsreisenden ist gestiegen. Flogen im gleichen Befragungszeitraum 2003 und 2004 noch 16 Prozent aus geschäftlichen Gründen, so sind es in diesem Jahr bereits 20 Prozent. Das bedeutet, dass etwa jeder fünfte Passagier des Flughafens Frankfurt-Hahn ein Geschäftsreisender ist. Besuche von Kunden oder Niederlassungen der eigenen Firma stehen dabei im Vordergrund: Sie machen 50 Prozent der Geschäftsreisen aus. Die Geschäftsreisenden schätzen ebenso den günstigen Flugpreis ab Hahn wie das Angebot der Zielflughäfen. Spitzenreiter bei den Destinationen ist nach wie vor London, gefolgt von Stockholm und Göteborg. Businessreisende fliegen generell häufiger und auch häufiger von Frankfurt-Hahn. Sie sind durchschnittlich etwas älter und haben ein höheres Durchschnitteinkommen.

Privatreisende
Vier von fünf Passagieren fliegen vorwiegend aus privaten Gründen. Mithilfe einer Clusteranalyse, einem mathematischen Verfahren zur Gruppenbil-dung, konnten vier Reisetypen herausgearbeitet werden.

Die „preisbewussten Urlauber“ stellen mit 41 Prozent der Privatreisenden die größte Gruppe dar. Für sie ist der Preis wichtig: Sie sind sparsam und achten auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Interessen für die Urlaubgestaltung sind vielfältig. Gesucht wird Erholung, etwas Kultur, aber auch Spaß und Aktivität. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren, das Einkommen im mittleren Bereich.

Die zweitgrößte Gruppe ist die der „großzügigen Urlauber“. Sie schauen beim Urlaub nicht auf den Preis. Sie wollen sich hauptsächlich erholen, Bequemlichkeit und ein wenig Luxus genießen. Sie haben ein gutes Einkommen und fliegen häufiger im Jahr. Ihre Bildung ist überdurchschnittlich. Ihr Durchschnittsalter liegt ebenfalls bei 37 Jahren. Diese Gruppe umfasst 25 Prozent der Privatreisenden.

18 Prozent gehören zur Gruppe der „älteren Smart-Shopper“. Sie sparen am Flugpreis, um sich an anderer Stelle etwas zu gönnen. Sie achten auf das Preis-Leistungsverhältnis, ohne generell sparsam zu sein. Sie sind kulturinteressiert und haben mit 40 Jahren einen etwas höheren Alters-durchschnitt. Sie verfügen ebenfalls über ein gutes Einkommen und eine höheren Bildungsstand.

Die mit 16 Prozent kleinste Gruppe ist die der „jüngeren Smart-Shopper“. Sie sparen ebenso am Flugpreis, um sich an anderer Stelle etwas zu gönnen – bei einem niedrigen Einkommen. Sie sind nicht an Bequemlichkeit, Ruhe oder Luxus interessiert – sie wollen im Urlaub hauptsächlich Spaß und Aktivität. Mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren sind sie eher jünger und häufiger Studenten.

Die IFAK Institut GmbH & Co Markt- und Sozialforschung aus Taunusstein führt im Auftrag der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH seit Januar 2003 eine Dauergastbe-fragung zur Ermittlung von Fluggaststrukturdaten in verschiedenen Zeiträumen durch. In der ersten Befragungswelle in diesem Jahr, die zwischen dem 14. und dem 20. Februar 2005 stattfand, wurden 1.035 von Hahn abliegende Passagiere ab 16 Jahre befragt. Die zweite Welle wurde im Erhebungszeitraum 16. bis 22. Mai 2005 durchgeführt. Hier wurden 1.069 Reisende persönlich-mündlich befragt. Die Gewichtung erfolgte aufgrund der realen Fluggastzahlen in den jeweiligen Erhe-bungswellen. Ausgewählt wurde nach einer Zufallsstichprobe (jeder n-te Fluggast), wobei sämtliche Abflüge an allen Tagen innerhalb der Befragungswochen berück-sichtigt wurden. Die nächste Erhebung – die dritte Welle - wird Mitte August realisiert.

Die Passagierbefragung am Flughafen Frankfurt-Hahn ist Teil des von der Europä-ischen Union im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg-III-B-Nordwesteuropa geförderten Projektes DART („Developing Active Regions and sustainable Tourism“). DART konzentriert sich auf die Entwicklung des Tourismus in strukturschwachen Räumen und darauf, touristische, wirtschaftliche und kulturelle Bindungen zwischen den Partnern auszubauen. Die drei zu dieser Partnerschaft gehörenden Regionen sind South Ayrshire in Schottland, die Region um den Flug-hafen Hahn Hunsrück-Mosel-Nahe und Mittelrhein in Deutschland sowie der Nor-den und Osten des County Cork in Irland. Der Schwerpunkt von DART besteht in der Maximierung der Vorteile, die dem Tourismus durch Passagiere von Billigflug-gesellschaften erwachsen können - durch Ermunterung der Passagiere, in den Partnerregionen zu verweilen, durch Entwicklung von ansprechenden touristischen Produkten, durch den Einsatz innovativer Methoden und durch die Auslösung posi-tiver Synergieeffekte durch transnationale Zusammenarbeit. Eigens für die Passa-gierbefragung 2004 und 2005 hat der Flughafen Frankfurt-Hahn in Abstimmung mit der Tourismuszentrale Rheinland-Pfalz einen Fragenteil zum Incoming-Verkehr mit in den Fragebogen aufgenommen. Auf deutscher Seite sind federführend die beiden Landkreise Rhein-Hunsrück und Bernkastel-Wittlich sowie neun weitere Partner - darunter die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH - in das Projekt involviert.
<7br> Weitere Informationen zum Institut sind über www.ifak.de und zum Interreg-III-B-Projekt DART über www.interreg-dart.com erhältlich.


Weitere Informationen zum Flughafen Frankfurt-Hahn finden Sie unter www.hahn-airport.de.

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