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Pressemeldung vom 06.06.2005

Bauckhage: Arbeitsmarkteffekte deutlich höher als erwartet /

„Die durch den Flughafen Frankfurt-Hahn am Arbeitsmarkt ausgelösten positiven Effekte sind deutlich größer als bisher angenommen: Allein im Jahre 2003 hat der Betrieb um und am Flughafen für mehr als 8000 Arbeitsplätze gesorgt, davon etwa 6500 im Land“, sagte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage bei der Vorstellung einer Studie des Zentrums für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL) der Fachhochschule Trier/Umweltcampus Birkenfeld in Mainz. Dazu kämen ein Produktionswert von rund 650 Millionen Euro und eine Bruttowertschöpfung von 328 Millionen Euro.


„Die Studie belegt eindrucksvoll, dass der Kurs der Landesregierung beim bedeutendsten Konversionsprojekt des Landes Rheinland-Pfalz richtig war und ist“, so der Minister. Deshalb werde das Land weiter konsequent am Ausbau der Infrastruktur am Hahn selbst und an der Verbesserung der Infrastruktur in der Peripherie arbeiten, betonte der Minister. Als weiteren Rückenwind wertet der Minister die Tatsache, dass das Bundesverkehrsministerium am 14. April 2005 beschlossen habe, ein Flughafensystem zwischen den Flughäfen Frankfurt am Main und Frankfurt-Hahn einzurichten. „Wir werden dafür sorgen, dass der Hahn auch in Zukunft Beschäftigungs- und Einkommensmotor für die Region und das Land sein wird“, so Bauckhage.

Die Autoren der Studie, Prof. Dr. Richard Klophaus, Prof. Dr. Kai Heuer und Prof. Dr. Thorsten Schaper von der FH Trier, erläuterten die Zahlen und die Methodik.

Ausschlaggebend für einen erfolgreichen Low-Cost-Flughafen im Passagier- und Frachtbereich ist danach eine gute Flughafeninfrastruktur, freie Kapazitäten hinsichtlich Flugbewegungen und Passagierabfertigung, ein den Ansprüchen von Low-Cost-Airlines entsprechendes Leistungsangebot, z.B. niedrige Lande- und Abfertigungsgebühren, kurze Bodenzeiten der Flugzeuge, die Standortnähe zu großen Ballungsräumen und eine gute landseitige Verkehrsanbindung. Dazu kämen eine 24-Stunden-Betriebsgenehmigung und ein guter Frachtservice. Diese Voraussetzungen erfülle der Hahn bereits oder arbeite daran, die dynamische Entwicklung des Passagier- und Frachtaufkommens bestätige die erfolgreiche Ausrichtung des Geschäftmodells der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, so die Autoren.

Entsprechend der Methodik des Airports Council International (ACI Europe/York Aviation 2004) haben die Autoren die Beschäftigungs- und Einkommenswirkungen, die vom Betrieb und Ausbau des Flughafens Frankfurt-Hahn ausgehen, in vier Kategorien systematisiert: direkte Effekte bei den auf dem Flughafengelände selbst angesiedelten Unternehmen und Behörden, indirekte Effekte durch Vorleistungs- und Investitionslieferungen von Auftragnehmern außerhalb des Flughafengeländes, induzierte Effekte durch die „verausgabten“ Einkommen der insgesamt Beschäftigten und Selbstständigen sowie katalysierte Effekte durch die Erhöhung der Attraktivität eines Standortes für Unternehmer und Touristen.

Als Zukunftsperspektive konstatierten die Fachleute eine positive Entwicklung des Marktumfeldes für den Flughafen Frankfurt-Hahn. Low-Cost-Airlines könnten mit Zuwachsraten in Westeuropa von 8,7 Prozent pro Jahr rechnen. Zu den Gewinnern des Konsolidierungsprozesses der Low-Cost-Airlines zählt nach Expertenmeinung der Kostenführer Ryanair. Auch im Luftfrachtverkehr wird in den nächsten 20 Jahren ein durchschnittliches weltweites Wachstum der Luftfrachtleistung von 5,8 Prozent pro Jahr prognostiziert.

Für den Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt Hahn GmbH, Stefano Wulf, ist die Studie „Wasser auf die Mühlen“ für die Ausbaubestrebungen. „Im starken Verbund mit den Partnern Rheinland-Pfalz, Fraport AG und seit 1. Januar 2005 auch mit dem Land Hessen werden wir die Verlängerung der Landebahn auf 3 800 Meter, die Erweiterungen der Parallel- und Abrollwege sowie der Vorfeldflächen auf 14 Abfertigungspositionen rasch voranbringen“, so Wulf. Bei dieser Gelegenheit erinnerte er an die Fertigstellung des Zwischenterminals. „Wir sind auf die Zukunft vorbereitet“, so sein Fazit.

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