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Pressemeldung vom 27.04.2005

Gericht gestattet Bauarbeiten

Hahn-Flughafen, 27. April 2005. Die Baumaßnahmen zur Verlängerung der Start- und Landebahn am Flughafen Frankfurt-Hahn können fortgeführt werden. Dies entschied heute das Oberverwaltungsgericht in Koblenz.


„Wir freuen uns über die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts“, kommentiert Hahn-Geschäftsführer Jörg Schumacher das Ergebnis in den Eilverfahren des BUND und des NABU. „Nun können wir mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen.“ Der Bauablaufplan sieht als erste Maßnahmen den Abtrag des Oberbodens, Aufschüttung des Dammes und Sperrung der B327 im Baubereich sowie Tiefbauarbeiten wie Verlegung von Leitungen und Kabellehrrohren vor. „Wir gehen davon aus, dass wir die Baumaßnahme, wie ursprünglich geplant, bis Mitte 2006 abschließen können“, ergänzt Stefano Wulf, ebenfalls Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. Die ersten Rodungsarbeiten und die Baufeldfreimachung erfolgten bereits zu Jahresbeginn. Das Gericht erlaubt in seiner Entscheidung auch die Rodung weiterer Flächen, die unmittelbar mit den Bauarbeiten zusammen hängen, jedoch nicht die Rodungen außerhalb des Baubereichs zur Herstellung der Hindernisfreiheit. Wie bereits berichtet, wurde am 28.12.2004 mit dem Planfeststellungsbeschluss die Verlängerung der Start- und Landebahn von momentan 3.045 Meter auf eine Gesamtlänge von 3.800 Meter genehmigt. Die Verlängerung ist notwendig, um die bereits am Flughafen angesiedelten Frachtlinien am Flughafen zu halten und neue zu gewinnen. Gemäß Landesentwicklungsplan soll der Flughafen Frankfurt-Hahn zum Personen- und Frachtflughafen ausgebaut werden. Bisher hat sich vor allem der Passagierverkehr stark entwickelt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens setzt aber auch die weitere Entwicklung der Frachtverkehre voraus. Nur durch die Stärkung beider Geschäftsbereiche – Passage und Fracht – wird der Flughafen Frankfurt-Hahn in der Lage sein, gewinnbringend zu arbeiten. Hierfür ist jedoch die Verlängerung der Start- und Landebahn unbedingt notwendig. Durch sie wird es erst möglich, Frachtflugzeuge auf langen Strecken wirtschaftlich, d.h. ohne wesentliche Zuladungsbeschränkungen, zu betreiben. Die Planungen wurden im Sommer 2002 mit einem Raumordnungsverfahren begonnen. Seit August 2003 lief das erforderliche Planfeststellungsverfahren. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahme beträgt 37,5 Millionen Euro. „Wir sind unserem Ziel, neben dem Passagierverkehr den Frachtverkehr zu stärken und so bald die Gewinnzone zu erreichen, wieder ein Stück näher gekommen“, so die beiden Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Jörg Schumacher und Stefano Wulf. „Für die Region bedeutet das Vorhaben einen wesentlichen wirtschaftlichen Impuls, die Sicherung bereits vorhandener und die Schaffung von rund 1.300 neuen Arbeitsplätzen.“ (2810 Zeichen)

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