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Pressemeldung vom 05.04.2005

Aus 1 und 2 wird eins

Frankfurt-Hahn, 5. April 2005. Das Dach des neuen Terminal-Zwischenbaus am Flughafen Frankfurt-Hahn steht. Mit dem heutigen Richtfest wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Flughafen Frankfurt-Hahn gesetzt. Nach nur fünf Monaten Bauzeit - begonnen mit der Baumaßnahme wurde Anfang November 2004 - steht nun der Rohbau für das neue Terminal, dessen Fertigstellung für Anfang Juni 2005 geplant ist. Für 3,9 Millionen Euro Projektvolumen werden die bestehenden Terminals 1 und 2 zu einem großen Terminal mit dann insgesamt 13.500 Quadratmetern verbunden. In dem neuen Terminal können dann bis zu 5 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Noch mehr Verkaufsflächen und gastronomische Highlights werden Fluggäste und Besucher begeistern.


„Mit dem heutigen Richtfest des Terminal-Zwischenbaus bekennen wir uns ganz klar und um so mehr zu unserem Low-Cost-Luftverkehrsstandort Frankfurt-Hahn“, sagt Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. Dieser weitere Meilenstein im Ausbau des Flughafens beweise erneut, dass Low-Cost für die wirtschaftliche Entwicklung der Region aber auch für Deutschland zukunftsweisend sei.

„Unser Flughafen ist und bleibt wichtiger Wachstumsmotor für die Wirtschaft, den Arbeits- und Dienstleistungsmarkt“, fügt Andreas Helfer, ebenso Geschäftsführer hinzu. „Die deutsche Flughafenlandschaft wandelt sich von einem reinen Infrastruktur-Anbieter zu einer Erlebniswelt für Fluggäste und Kunden. Deshalb bauen wir auch unser Terminal aus und erweitern die Verkaufs- und Funktionsflächen. Vor oder nach dem Abflug oder auch mal am Wochenende können unsere Gäste in der Flughafen-Einkaufsmeile schlendern, regionale und internationale Schmankerl zu sich zu nehmen oder speziell für unsere Geschäftsreisenden interessant, über unser neues Wireless LAN-Angebot im Internet surfen und noch schnell die Präsentation für die Firma fertig stellen“. Das sogenannte Non-Aviation-Geschäft sei ein starker Wachstumsmotor in der internationalen Flughafenlandschaft. Der Flughafen Frankfurt-Hahn setze in diesem Bereich um die 70 Prozent des Gesamtergebnisses um.

„Die Bau-Philosophie des Flughafens ist Funktionalität – und da legen wir bei unseren Bauarbeiten mehr Wert als auf architektonische Schönheit, wie teure Granitböden oder Glasdächer. Durch die einfache und funktionelle Bauweise sparen wir natürlich auch an Kosten“, sagt Projektleiter Markus Sernatinger von der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, der gemeinsam mit der externen Projektsteuerung, dem Ingenieurbüro IPB aus Saulheim, für den gesamten Bauablauf und die Kostenkoordinierung zuständig ist.

Der Auftrag für die Generalplanung ging im Oktober 2004 an das Architekturbüro JSK International aus Frankfurt am Main, das unter anderem für das AirRail Center am Flughafen Frankfurt Rhein-Main verantwortlich zeichnete. Das Frankfurter Planungsbüro stellt ebenfalls die Bauüberwachung, während die Firma Adolf Lupp GmbH & Co. KG aus Nidda als Generalunternehmer fungiert und für die Ausführung aller Leistungen zur schlüsselfertigen Erstellung zuständig ist.

Mit den bauvorbereitenden Arbeiten auf Land- und Luftseite wurde bereits im Oktober 2004 begonnen. Im Februar diesen Jahres wurden die Erd- und Gründungsarbeiten des Zwischenbaus abgeschlossen. Ebenso wurde der Stahlbau für die Außenhülle des Zwischenbaus hergestellt. Mit der Herstellung der Dachflächen wurde Mitte Februar begonnen, der Fassadenbau läuft seit Ende Februar. Die ersten Innenausbauarbeiten starteten im März und sollen im Mai abgeschlossen sein. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes, einschließlich den Mieterausbauten, ist für Juni 2005 geplant und wird dann mit einem großen Terminaleröffnungsfest gefeiert.

Das neue Terminal wird eine Gesamtfläche von 13.500 Quadratmetern umfassen. In dem neuen Bereich entstehen zusätzlich 1800 Quadratmeter Retailflächen für die Einrichtung weiterer Ladengeschäfte. Zusätzlich entstehen drei neue Abfluggates sowie 1100 Quadratmeter mehr an Funktions- und Verkehrsflächen.

Verlagerungen und mehr Verkaufsflächen „Unsere Autovermieter, die sich zur Zeit im Terminal 1 befinden, werden allesamt im Zwischenbau positioniert. Damit entsprechen wir dem zukünftigen Kapazitätsbedarf jedes einzelnen und schaffen außerdem eine wettbewerbsmäßig einheitliche Ausgangsbasis“, erwähnt Sabine Fusenich, zuständig für die Terminalvermarktung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. Zudem würden im öffentlichen Bereich folgende Verlagerungen mit Ausweitung des Produktportfolios entstehen: Die Fairland Airport-Shops aus den Terminals 1 und 2 würden mit neuen Partnern an Bord, wie Tchibo und Toto Lotto, dort zusammengefasst. Dieser Shop bietet alles für den kurzfristigen Reisebedarf von A wie Apfelsaft bis Z wie Zahnbürste, dazu ein reiches Angebot an regionaltypischen Produkten. Darüber hinaus wird die Firma Sunflight Optics, die trendige und internationale Designerbrillen verkauft, ebenfalls von Terminal 1 in das neue Umfeld verlagert. Das Produktportfolio wird dann im Bereich Modeschmuck, Kinderspielzeug, Accessoires sowie um Kunstgegenstände mit internationalem Flair ausgeweitet. Die SonnenOase wird ebenso aus Terminal 1 auf eine größere Fläche verlagert. So stehen im Bereich Young Fashion zukünftig noch mehr Marken, wie z.B. Miss Sixty, Puma, Mogul oder EastPak und weitere Accessoires den Einkaufsliebhabern zur Verfügung.

„Wir sind auch im Gespräch mit einem bekannten Drogerie- und Wellness-Shop sowie einem Unternehmen aus der Multimedia-Branche“, führt Sabine Fusenich weiter aus. Im Sicherheitsbereich werde das gastronomische Angebot um einen Seafood-Snackbereich sowie ein italienisches Markenkaffee-Konzept erweitert. „Durch die zuvor beschriebenen Verlagerungen wird es weitere Veränderungen im jetzigen Bestand geben. In Terminal 1 auf der Ebene 2 wird ein Spielsalon durch den Betreiber Saturn Entertainment eröffnet und im Terminal 2 planen wir eine Ergänzung im Bereich Koffer/Lederwaren“, so Fusenich weiter.

Des weiteren erfolge durch die Terminalexpansion ebenfalls eine Umpositionierung des bestehenden Travel Value / Duty Free-Shops des Unternehmens Gebr. Heinemann in Terminal 1 mit einer Vergrößerung von derzeit 55 Quadratmetern auf dann rund 300 Quadratmeter. Außerdem eröffne das Unternehmen HDS Retail Deutschland GmbH im Sicherheitsbereich von Terminal 1 einen weiteren Zeitungs-Shop.

Chronik der Terminals Mit Aufnahme des zivilen Flugbetriebs in 1993 wurden die ersten Passagiere in einem umgerüsteten Offizierskasino abgefertigt. Mit den rasant steigenden Passagierzahlen seit 1998 jedoch wurden die Kapazitätsgrenzen erreicht.

Am 31. März 2000 – nach nur acht Monaten Bauzeit – wurde das erste offizielle Passagierterminal (das jetzige Terminal 1) mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern eröffnet. Hier gab es zwei Verkaufsläden und einen gastronomischen Betrieb. Neun Check-In-Schalter, drei Gates und ein Kofferband entstanden in Terminal 1, das ein Jahr später, im Juli 2001, um eine Fläche von etwa 4.200 Quadratmetern, also um mehr als das doppelte, zweigeschossig erweitert wurde. Ab dann ragte die Ebene 2 in Terminal 1 mit einer neuen Besucherterrasse empor, zusätzlich wurden ein weiteres Gate und ein Kofferband geschaffen. Ab diesem Zeitpunkt standen sieben Geschäfte sowie vier gastronomische Einheiten den Fluggästen zur Verfügung.
Drei Jahre später, genau am 4. Juni 2003, wurde das zweite Terminal seiner Bestimmung übergeben. Acht Check-In-Counter, vier Abfluggates, vier Sicherheitskontrollstellen, zwei Gepäckausgabebänder und 740 Quadratmeter Konzessionsflächen wurden zusätzlich gebaut. Das Terminal 2 wurde durch einen witterungsgeschützten Gang mit dem bestehenden Terminal 1 verbunden.

Insgesamt standen mit den beiden Terminals von 10.000 Quadratmetern Nutzfläche und einer Investitionssumme von 17 Mio. Euro Abfertigungskapazitäten für vier bis fünf Millionen Passagiere jährlich zur Verfügung. Zur Zeit gibt es insgesamt elf Geschäfte sowie zwei Banken und neun Restaurants in den Terminals. Vier weitere Restaurants am Platz stehen den Gästen zur Verfügung.

Ab Juni 2005 steht das neue Terminal mit einer Gesamtfläche von 13.500 Quadratmetern und einer Gesamtinvestitionssumme (zusammen mit den bestehenden Terminals) von knapp 21 Millionen Euro für eine Kapazität von fünf Mio. Passagiere zur Verfügung. Jetzt kommen nochmals fünf Ladengeschäfte im öffentlichen Bereich sowie eine gastronomische Fläche im Sicherheitsbereich dazu.

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