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Pressemeldung vom 02.11.2004

Konzentration auf Flughafenbetrieb

Flughafen Frankfurt-Hahn, 2. November 2004. Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist und bleibt ein Beschäftigungsmotor in der Region. Hierbei ist eine zunehmende Konzentration der Beschäftigung auf Branchen, die sich um den Flughafenbetrieb ansiedeln, festzustellen. Die positive Grundstimmung der Unternehmen hält weiter an. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Untersuchung des Instituts A&O Arbeitsmarkt- und Organisationsberatung Gettmann aus Trier, deren Ergebnisse in einem Standortprofil zusammengefasst wurden.


Das Standortprofil Flughafen Frankfurt-Hahn
Das Standortprofil Hahn wird alle zwei Jahre erstellt. In Ergänzung zur zwei- bis dreimal jährlich durchgeführten Arbeitsplatzzählung erfasst es weitere Punkte wie Branchenansiedelungen, Zukunftserwartungen, detaillierte Angaben über die verschiedenen Tätigkeiten in den Unternehmen, Neueinstellungen, Proble-me bei der Personalsuche sowie den konkreten Arbeitskräftebedarf. Darüber hinaus zeigt es Entwicklungen auf. Ermittelt werden diese Informationen durch Unternehmensbefragungen am Flughafenstandort. Die Beteiligung der aktuellen Umfrage lag bei 96 Prozent von 101 Unternehmen.

Das nun vorliegende vierte Standortprofil kommt verschiedenen Akteuren zugute. Die am Standort ansässigen Unternehmen und Behörden wie auch die Öffentlichkeit können über die Beschäftigungsentwicklung informiert werden. Politiker und kommunale Entscheider erhalten Daten über die allgemeine Standortentwicklung. Bildungsträger können gezielt Maßnahmen planen. Eine besondere Bedeutung hat es außerdem für ein effizientes Standortmarketing.

Die wichtigsten Ergebnisse
Der positive Trend der Beschäftigtenzahlen der letzten Jahre setzte sich grundsätzlich weiter fort. Mittlerweile gibt es am Standort Flughafen Frankfurt-Hahn 101 Unternehmen, die 2.193 Arbeitsplätze anbieten. Im Vorjahresmonat September 2003 waren es noch 2.262 Arbeitsplätze. Der Rückgang lässt sich dabei vor allem durch Betriebsschließungen erklären. Im Zweijahresvergleich, d.h. im Vergleich zum letzten Standortprofil im September 2002, zeigt sich dennoch eine Zunahme von 374 Arbeitsplätzen. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent. Trotz einer stabilen Anzahl an Betrieben (von 102 auf 101) ist dennoch eine Erhöhung der Beschäftigtenzahlen zu beobachten.

Konzentration der Beschäftigung
Die bereits im Jahre 2002 zu beobachtende Konzentration der Beschäftigung auf Branchen, die sich um den Flughafenbetrieb ansiedeln, setzt sich dabei weiter fort. Die Arbeitsplatzzahlen entwickelten sich am positivsten in den flughafenspezifischen Bereichen. Insgesamt können 80 Prozent der Arbeitsplatzzuwächse Bereichen zugeordnet werden, die unmittelbar mit dem Flugbetrieb in Verbindung stehen. Hier haben fast alle Bereiche Arbeitsplätze hinzugewonnen. Allein bei der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH sind im September 2004 rund 300 Arbeitsplätze angesiedelt. Die zweitgrößte Gruppe der Arbeitsplätze stellen die Dienstleistungen im Terminal dar, gefolgt vom Abfertigungsbereich und vom Frachtumschlag/Luftfrachthandling. Knapp 20 Prozent der Arbeitsplatzzuwächse vollzogen sich in Bereichen, die nicht unmittelbar mit dem Flughafenbetrieb in Verbindung stehen. Hier konnten Unternehmen indirekt von den Entwicklungen des Flughafen Frankfurt-Hahn profitieren. Insbesondere in den Bereichen Dienstleistungen, Handel, Freizeit und Gastronomie nahm die Anzahl an Arbeitsplätzen deutlich zu.

Beschäftigungsverhältnisse
Vollzeitbeschäftigung ist am Standort Flughafen Frankfurt-Hahn das dominie-rende Beschäftigungsverhältnis. Drei Viertel der am Beschäftigten arbeiten in Vollzeit, der Anteil der Teilzeitbeschäftigten beläuft sich auf 14 Prozent. Der Anteil der geringfügig Beschäftigten bleibt mit knapp zehn Prozent ebenfalls in den letzten beiden Jahren stabil. Deutlich angestiegen ist die Zahl der Auszubildenden. Diese hat sich im Vergleich zum September 2002 von 26 auf 51 fast verdoppelt und beträgt mittlerweile 2,3 Prozent an der Gesamtbeschäftigtenzahl.

Arbeitsplätze für die Region
Der Flughafen Frankfurt-Hahn bietet weiterhin vor allem den Arbeitskräften aus der Region Beschäftigung. Über 60 Prozent der Arbeitskräfte sind aus dem Landkreis Rhein-Hunsrück oder Birkenfeld. Drei Viertel aller Beschäftigten am Flughafen kommen aus der unmittelbaren Umgebung mit einer Fahrtzeit von bis zu einer halben Stunde. Weniger als fünf Prozent pendeln länger als eine Stunde zu ihrer Arbeitsstelle.

Unternehmen am Flughafen Frankfurt-Hahn schätzen vor allem die Entwicklungsmöglichkeiten und die Kundennähe des Flughafens als wesentlichen Standortvorteil. Dabei zeigt sich, dass insbesondere in den Wachstumsbranchen (z.B. Autovermietungen, unternehmensnahe Dienstleistungen) dies eine große Rolle spielt. Die Unternehmen zeigen eine optimistische Grundhaltung und positive Zukunftserwartungen. Drei Viertel der ansässigen Firmen erwarten bis Ende 2006 eine verbesserte Geschäftslage und nur sehr wenige Betriebe rechnen mit einer Verschlechterung. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so positiv, schätzen die Unternehmen ihren zukünftigen Personalbestand ein. Über ein Drittel erwarten einen wachsenden Personalbestand, nur ein Unternehmen rechnet mit sinkenden Beschäftigtenzahlen. Insgesamt könnten, wenn diese Schätzungen der befragten Unternehmen zutreffen, über 350 neue Arbeitsplätze hinzu kommen.

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