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Pressemeldung vom 12.08.2004

Aktuelle Passagierbefragung auf dem Hahn belegt absolute Kundenzufriedenheit

Frankfurt-Hahn, 12. August 2004 – Weiterhin vollauf zufrieden sind die Kunden des Flughafens Frankfurt-Hahn mit dem Service und den zahlreichen Angeboten des ersten Low-Cost-Airports Deutschlands: Dies belegt eine im Auftrag vom Flughafen durchgeführte aktuelle Passagierbefragung des IFAK Instituts aus dem Taunusstein von 2.113 Fluggästen im Zeitraum Juni 2004.


Globalzufriedenheit
Mit der Globalzufriedenheit der Passagiere punktet der Flughafen enorm: Rund 77 Prozent der befragten Passagiere waren wie im Vorjahr im Gesamten – von ihrer Anreise bzw. Ankunft bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Befragung – sehr zufrieden. Als Topkriterien wurden vor allem die Sauberkeit, die Sicherheitskontrollen, die Freundlichkeit des Personals, die Länge der Wege sowie die Wartezeiten beim Check-In des ersten deutschen Low-Cost-Airports hervorgehoben. Auch das Angebot an Direktflügen, die Orientierung/Beschilderung, sowie die Atmosphäre und Gestaltung der Geschäfte wurden positiv betont. Weiterempfehlen würden 74 Prozent der Passagiere den Flughafen im Hunsrück und über die Hälfte, 53 Prozent, würden lieber ab Frankfurt-Hahn fliegen als von anderen Flughäfen.

Buchungskriterien und Ausgaben auf dem Hahn
Als wichtigste Entscheidungsfaktoren bei der Buchungsvorbereitung wurden mit 80 Prozent das Reiseziel und mit 72 Prozent der Preis für den Flug genannt. Für die Nutzung der Low-Cost-Carrier spielten für 91 Prozent der Fluggäste der günstigste Flugtarif eine bedeutende Rolle. Aber auch der günstige Standort des Zielflughafens war für 22 Prozent aller Befragten wichtig – dies gilt noch stärker für Geschäftsreisende (34 Prozent), die deshalb die Low-Cost-Flieger ab Hahn nutzten. Umgekehrt war der Standort Flughafen Frankfurt-Hahn für 16 Prozent der Geschäftsreisenden entscheidend. Für 84 Prozent der Passagiere diente die Reise vorwiegend privaten Gründen, wobei eine Urlaubsreise bei 54 Prozent im Vordergrund stand und 38 Prozent Bekannte und Verwandte besuchten. 16 Prozent der Fluggäste reisten aus geschäftlichen Gründen.

Bei der Frage zu den persönlichen Ausgaben auf dem Flughafen erwies sich, dass 65 Prozent der Passagiere etwas ausgeben haben oder ausgeben werden: Als durchschnittlichen Wert wurden knapp 16 Euro – etwa vier Euro mehr als im Vergleichsquartal im Vorjahr – pro Passagier errechnet.

Anreise und Einzugsgebiet
Auch bei dem Angebot an Parkmöglichkeiten mit mittlerweile über 9.200 Parkplätzen hat der Flughafen zufriedene Passagiere – die Höhe der Parkgebühren werden dabei in Kauf genommen. Zum Flughafen Frankfurt-Hahn reisen wie im Vorjahr rund 71 Prozent der Passagiere mit dem PKW an. Die Nutzung der Busshuttle ab allen größeren Städten sei im Vergleich zum Vorjahr mit 13 Prozent um zwei Prozent angestiegen. „Dies bedeutet, dass unser Busnetz einwandfrei ist. Die über 72 täglichen und direkten Verbindungen ab allen Großstädten wie Köln/Bonn, Frankfurt, Mainz sind halt ohne Umsteigepflicht bequemer und günstiger als z.B. per ICE nach Köln“, ergänzt Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH.

Dabei nutzten beispielsweise elf Prozent der Passagiere, die mit dem Bus anreisten, den Linienbus ab Köln/Bonn – drei Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Einen Anstieg an Busreisenden mit Start in Luxemburg war mit jetzt acht Prozent zu verzeichnen – vor allem aufgrund der täglich über neun direkten Verbindungen zum Hahn seit April 2004. Die Metropole Frankfurt ist mit 43 Prozent weiterhin Platzhalter bei der Busanfahrt zum Hahn.

Beim gesamten Einzugsgebiet aller abfliegenden Passagiere ab Frankfurt-Hahn erwies sich der Großraum Frankfurt, Mainz und Wiesbaden als Vorreiter. Circa neun Prozent der Gäste kamen dabei aus dem Großraum Köln – ein ungefähr mit dem Vorjahr vergleichbarer Wert. Das Einzugsgebiet westliches Ausland wie Belgien, Luxemburg, Frankreich und Niederlande erfuhr einen Anstieg um knapp drei Prozent auf 4,8 Prozent im vergleichbaren Vorjahr - wobei Luxemburg mit 3,7 Prozent stärkstes Einzugsgebiet ist.

Als wichtigste Endziele der Flugreise wurden ganz oben London-Stansted, Gerona in der Nähe von Barcelona, Pisa, Mailand-Bergamo, Rom-Ciampino und Stockholm-Skavsta ermittelt. Die durchschnittliche Reisedauer der Passagiere von Frankfurt-Hahn liegt bei acht Tagen.

Incoming-Reisende in Deutschland
Das IFAK Institut erhob ebenso den Anteil an Incoming-Reisenden in Deutschland: Hierbei wurden 332 Rückflieger aus Deutschland auf dem Flughafen ermittelt. Den größten Anteil machten mit 18 Prozent die Italiener aus, gleich dahinter die Briten mit 17 Prozent, Schweden mit 14 Prozent, Spanier mit acht Prozent und Iren, Finnen, Franzosen, Norweger und US-Amerikaner mit jeweils zwischen drei und sechs Prozent. Hauptziel der Reisenden über Frankfurt-Hahn waren mit etwa 80 Prozent das Rhein-Main-Gebiet und angrenzende Regionen mit Frankfurt, Mainz, Wiesbaden an der Spitze. Etwa acht Prozent der Reisenden nutzten Frankfurt-Hahn, um weiter nach Köln zu fahren. Bei der Dauer der Reise gaben die meisten Befragten einen Aufenthalt zwischen sechs und zehn Tagen an, der Durchschnitt liegt bei rund acht Tagen. Übernachtet wurde dabei hauptsächlich bei Freunden, Bekannten und Verwandten (46 Prozent). Aber auch das Angebot an Hotels und Pensionen nahmen 42 Prozent der Gäste wahr.

Attraktiv ist Deutschland als Reiseziel für die Befragten vor allem durch die Weinkultur, die Burgen, Schlösser und Kathedralen, die historisch-romantischen Klein- und Mittelstädte sowie die romantischen Flusstäler genannt - also alle Faktoren, die ein traditionelles Urlaubsbild von Deutschland bestimmen.

Die Geschäftsführung des Flughafens Frankfurt-Hahn ist von diesen Ergebnissen sehr erfreut. „Der Zuspruch unserer Passagiere beweist, dass auf Marmorpaläste kein Wert gelegt wird. Top-Service muss nicht teuer sein. Jeder Passagier – sei es der Rucksacktourist oder der Geschäftsreisende - ist König in unserem Low-Cost-Palast“, so auch Andreas Helfer, Geschäftsführer des Frankfurt-Hahn Airports. Außerdem sei der Flughafen Frankfurt-Hahn ebenso eine ideale und günstige Plattform für Incoming-Reisen. „So tragen wir auch zur Wirtschaft und zur touristischen Bedeutung unseres Landes bei – natürlich um so mehr durch eine stärkere Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden rund um die Region“.

Die IFAK Institut GmbH & Co Markt- und Sozialforschung aus Taunusstein führt im Auftrag der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH seit Januar 2003 eine Dauergastbe-fragung zur Ermittlung von Fluggaststrukturdaten und der Kundenzufriedenheit in verschiedenen Zeiträumen durch. Im aktuellen Erhebungszeitraum 14. bis 27. Juni 2004 - der ersten und zweiten Welle – wurden insgesamt 2.113 Passagiere ab 16 Jahren persönlich-mündlich befragt. Die nächste Erhebung – die dritte Welle wird Mitte August realisiert.

Die Passagierbefragung am Flughafen Frankfurt-Hahn ist Teil des von der Europä-ischen Union im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg-III-B-Nordwesteuropa geförderten Projektes DART („Developing Active Regions and sustainable Tourism“). DART konzentriert sich auf die Entwicklung des Tourismus in strukturschwachen Räumen und darauf, touristische, wirtschaftliche und kulturelle Bindungen zwischen den Partnern auszubauen.

Die drei zu dieser Partnerschaft gehörenden Regionen sind South Ayrshire in Schottland, die Region um den Flug-hafen Hahn Hunsrück-Mosel-Nahe und Mittelrhein in Deutschland sowie der Norden und Osten des County Cork in Irland. Der Schwerpunkt von DART besteht in der Maximierung der Vorteile, die dem Tourismus durch Passagiere von Billigflug-gesellschaften erwachsen können - durch Ermunterung der Passagiere, in den Partnerregionen zu verweilen, durch Entwicklung von ansprechenden touristischen Produkten, durch den Einsatz innovativer Methoden und durch die Auslösung positiver Synergieeffekte durch transnationale Zusammenarbeit.

Eigens für die Passagierbefragung 2004 und 2005 hat der Flughafen Frankfurt-Hahn in Abstimmung mit der Tourismuszentrale Rheinland-Pfalz einen Fragenteil zum Incoming-Verkehr mit in den Fragebogen aufgenommen. Auf deutscher Seite sind federführend die beiden Landkreise Rhein-Hunsrück und Bernkastel-Wittlich sowie neun weitere Partner - darunter die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH - in das Projekt involviert.

Weitere Informationen zum Institut sind über www.ifak.de und zum Interreg-III-B-Projekt DART über www.interreg-dart.com erhältlich.

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